Meinung : Brüder, zur Sonne, zum Luftraum!

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Es zählt zu den seltsamen Phänomenen unserer Zeit, dass immer mehr Menschen den Boden unter den Füßen verlieren. Dann hängen sie in der Schwebe und suchen nach Halt – und dieser Halt soll die Lufthoheit sein. Gerade Sozialdemokraten, die doch als besonders bodenständig gelten, beschwören sie. Aber wo wäre sie zu erobern? Über den Stammtischen? Ja, aber die gibt es ja kaum noch, oder die Insassen sind ewig hackedicht. Und über den Betrieben drängeln sich schon mit stotterndem Motor die Rettungshubschrauber der Gewerkschaften. Kein Wunder, dass SPDFluglotse Olaf Scholz sein Augenmerk auf die Kinderbetten richtet. Drüber möchte er die Lufthoheit erbeuten, zumindest nachts, denn am Tag sind die Kleinen ja in der Ganztagsbetreuung, die komplett im sozialdemokratischen Luftraum liegt. Nachts aber, da pröttelt höchstens irgendein Plastikflugzeug der Eltern herum, das keinen Widerstand zu leisten vermag. Zack, wird es beseitigt, und dann… Ja, was dann? Kriegen die Kinder das Godesberger Programm vorgelesen, flötet eine Stimme „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“? Immerhin: Wenn George Bush kommt mit seinen Flugzeugen und uns überfliegen will – dann ist jedenfalls an den Kinderbetten Schluss.

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