Brüderles Wachstum : Windmaschine

Rainer Brüderle ist ein guter Minister. Denn in der Wirtschaft kommt es ja auch auf Psychologie an, und eine Stimmungskanone an der Spitze des Bundeswirtschaftsministeriums kann also nicht schaden. Die Frühjahrsprognose für das Wachstum hat Brüderle jetzt zu einem ganz tiefen Blick in die Glaskugel genutzt und dem von Schwarz-Gelb so glänzend regierten Land fünf gute Jahre prophezeit. Das ist prima. Und vernünftig ist es obendrein, wenn der FDP-Politiker Brüderle nun die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte vor Steuersenkungen stellt. (Wahl-)Niederlagen können hilfreich sein. Aber ist ein Minister Brüderle tatsächlich gut für dauerhaftes Wachstum? Wie wird er wohl agieren in den kommenden Wochen, nachdem er vergangenen Herbst maßgeblich am Ausstieg aus dem Atomausstieg beteiligt war? Und welche Ideen hat er gegen den Fachkräftemangel – unter dem die Firmen noch schwer zu leiden haben werden –, außer der Zuwanderung qualifizierter Arbeitnehmer? Hat diese Regierung – und federführend dieser Wirtschaftsminister – eine Rohstoffstrategie für das Industrieland Deutschland? Oder bringt er nur Sprüche? alf

Seiten 1 und 18

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