Meinung : Bürgerschelte

Meinungen zum Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit

Wie kann es sein, dass eine seriöse Zeitung ein Interview mit dem Regierenden Bürgermeister in der Schlagzeile, sogar dem Aufmacher, derart verfälscht? Die Schlagzeile „Wowereit: Grüne agieren reaktionär“ und vor allem die Unterzeile „Regierender Bürgermeister schließt Juniorpartnerschaft seiner Partei aus“ sind falsch, wenn man das ganze Interview liest. In keiner Zeile schließt er die Juniorpartnerschaft hier für Berlin aus – im Gegenteil sagt er sogar, dass die SPD „keine Koalition theoretisch ausschließen kann“.

Auch die Grünen-Schelte ist wesentlich differenzierter, als in der Schlagzeile behauptet, da ist von „bestimmten Bereichen“ und „teilweise“ die Rede. Hier mögen Sie verkürzt haben, aber in puncto Juniorpartnerschaft mit den Grünen ist die Schlagzeile schlicht unwahr – doch nicht jeder wird sich die Mühe machen, das ganze Interview zu lesen!

Julia Nogli, Berlin-Steglitz

Es versetzt mich schon in Erstaunen, dass ausgerechnet Herr Wowereit es nun merkwürdig findet, dass der Protest dort am lautesten sei, wo der Lärm schon relativ gering sei. Hatte Herr Wowereit nicht diesen Protest noch vor gar nicht so langer Zeit vehement unterstützt? Hat er nicht erfolgreich die ach so hart Betroffenen gegen die real Betroffenen ausgespielt? Aber so ist die Politik, wenn die Wirtschaftslobby jammert, ist der Bürger schnell vergessen. Vielleicht sollten die Betroffenen ja mal zusammenlegen und eine höhere Parteispende ermöglichen als andere Interessenvertreter ...

Berliner, bitte wählt Herrn Wowereit wieder, ich möchte ihn nicht eines Tages noch in der Bundespolitik sehen!

Michael Frohse, Blankenfelde-Mahlow

Wowereit sagt im Interview: „ Ich kann aus langjähriger Erfahrung sagen, dass sich das Problem mit dem Hundekot deutlich gebessert hat“. Wer mit offenen Augen durch diese Stadt geht und nicht mit dem Dienstwagen fährt, kann diese Meinung nicht teilen. Die Stadt wird immer mehr vermüllt. Wenn Polizei und Ordnungsamt konsequent Strafen verhängen würden, hätte die Stadt eine neue Einnahmequelle zum Abbau der Schulden. Warum werden die Gesetze, die es gibt, nicht angewandt?

Diese Frage sollte unser Regierende Partymeister einmal beantworten.

Adolf Sibberns, Berlin-Charlottenburg

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