Meinung : Burma: Der Lohn des Muts

cvm

Die beiden Korea, China-Taiwan, Vietnam-USA - und nun Burma: Wird Asien zu Beginn des neuen Jahrtausends zum Schauplatz friedlichen Wandels wie Europa am Ende des letzten? Aung San Suu Kyi, die Siegerin der gestohlenen Wahl von 1990 in Burma, die Friedensnobelpreisträgerin von 1991, war immer mehr zur tragischen Gestalt geworden. Die Junta stellte sie unter Hausarrest, ihre Versuche, die Opposition durch regelmäßige Besuche in der Provinz zusammenzuhalten, endeten immer wieder an Straßensperren der Armee. Auf den Philippinen, in Südkorea und ansatzweise auch in Indonesien hatte peoples power eine Demokratisierung erzwungen. Burma stieß an deren Grenzen, weil das Regime keine Skrupel kannte, Demonstranten zusammenzuschießen und ihre Anführer einzusperren. Ein Jahrzent musste vergehen. Aber nun verhandelt die Junta mit Aung San Suu Kyi. Das ist wohl nur möglich, weil die alten Generäle allmählich abtreten und eine junge Generation von Offizieren an die Macht gelangt. Sie wissen: Ihr Volk hat keine Zukunft, wenn das Regime sich von den Gesellschaft und von der Außenwelt isoliert. Burma darf wieder hoffen.

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