Buschkowsky kürzt Jugendhilfe : Faust ohne Tisch

Wenn Heinz Buschkowsky auf den Tisch haut, muss man ihm oft recht geben, unabhängig davon, bei welcher Partei man im Herbst sein Kreuz macht. Doch in diesem Fall hat er sich selbst keinen Gefallen getan.

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Wenn Heinz Buschkowsky auf den Tisch haut, muss man ihm oft recht geben, unabhängig davon, bei welcher Partei man im Herbst sein Kreuz macht. Doch in diesem Fall hat er sich selbst keinen Gefallen getan. Sozialdemokrat Buschkowsky und seine bündnisbewegte Jugendstadträtin sind sich nicht grün. Weil sie ihm Millionen Mehrausgaben verursacht hat, kürzt er ihr demonstrativ gleich mal vorsorglich die Jugendhilfe weg. Und zwar all die wichtigen Projekte, um die Berlin jahrelang gerungen hat, Psychologen in Schulstationen, Streetworker im Rütlikiez. Das sind jetzt Geisel in einem unschönen Streit mit imageschädigenden Nebenwirkungen, denn wieder einmal ist die Sozialszene in heller Aufruhr. Es sind zwar Ferien, aber im Bezirk müssen jetzt alle ihre Hausaufgaben machen. Die Jugendstadträtin muss erklären, woher die Millionen Miese kommen. Der Senat muss sagen, welche der gesetzlichen Aufgaben er mitfinanzieren kann. Und dann müssen für die freien Träger endlich verbindliche Verträge her, die die so wichtige Prävention genauso absichern wie die Hilfen zur Erziehung. kög

n 1 und 10

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