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Cameron und die EU : Wenn sie möchten, dann sollen die Briten gehen

25.01.2013 00:00 UhrVon Stephan-Andreas Casdorff
Großbritanniens Premierminister David Cameron will die Briten über ihre EU-Mitgliedschaft abstimmen lassen.Bild vergrößern
Großbritanniens Premierminister David Cameron will die Briten über ihre EU-Mitgliedschaft abstimmen lassen. - Foto: dpa

Die Briten sollen über den Verbleib in der EU abstimmen. Doch für alles gibt es Grenzen: Denn Europa ist nicht nur eine Freihandelszone, sondern eine Wertegemeinschaft.

Bei aller Liebe zur britischen Lebens- und Wesensart – es gibt Grenzen. David Cameron testet sie gerade aus. Und er muss aufpassen, die Geduld der Festland-Europäer mit dem Sonderlichen nicht zu sehr zu strapazieren. Jetzt hat er in Davos schon wieder nachgelegt. Die Briten haben aber bereits Sonderregelungen wie niemand sonst. Sie sind nicht im Euro, nicht im Schengen-Raum, etliches mehr. Das reicht ihnen vielleicht nicht, aber anderen reicht es mit ihnen. Die Fortsetzung der Handtaschenpolitik einer Margaret Thatcher wird ihm nicht gelingen. Großbritannien verliert vielmehr zunehmend an (gefühlter) Größe: Europa, die EU, ist eine Wertegemeinschaft, nicht Krämervereinigung oder Freihandelszone zum eigenen Vorteil.

Der Vorteil der EU ist Solidarität. Das gilt politisch – und, Achtung, ökonomisch. Jeder profitiert vom und mit dem anderen. Das Vereinigte Königreich ist allein zu klein, es mit Giganten der Weltwirtschaft im Wettbewerb aufnehmen zu können; da soll kein Premier seinem Volk oder sich etwas vormachen. Also, wollen die Briten Europa nicht mehr? Brauchen sie es nicht mehr? Wenn das so ist, wenn sie das meinen: Farewell. Alles Gute im Meer der Möglichkeiten. Sie stranden dann auf einer Insel.

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