Meinung : Castor-Transporte: Nicht grün

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Die Meldung kam zeitgemäß. Knapp 4000 Kilo Uran und 154 Kilo Plutonium sind von Hanau nach La Hague transportiert worden. Zwar hat das zuständige Bundesamt die Ladung genehmigt, die Transporte fallen auch nicht unter das Castor-Transport-Verbot. Außerdem waren sie seit ihrer vertraglichen Festlegung bekannt. Kein Grund zur Aufregung also. Aber der verantwortliche Umweltminister Jürgen Trittin gilt durch die drohenden Castor-Transporte als angeschlagen. Die haben zu Zwist und Auseinandersetzung innerhalb der Grünen geführt. Vor allem die niedersächsischen Grünen aus der Region um das Atomlager Gorleben setzen Trittin erwartungsgemäß zu. Sie können gar nicht anders, als den Atommüll vor der Haustür abzulehnen - Verträge hin, Atomausstieg her. Die Oppositionspolitiker reiben sich die Hände. Endlich treibt das urgrüne Thema Atom die Grünen in den Bruderkrieg. Die Union freut sich jedoch zu früh. Mögen die Grünen sich zanken und sich falsche Politik, schlechte Information und mangelnde Kommunikation vorwerfen: Dies ändert nichts daran, dass die Atomkraft in Deutschland keine Zukunft mehr hat. Und auch nichts daran, dass mit den atomaren Altlasten eine Regierung endlich so vernünftig umgeht, wie das die Bevölkerung bereits von der Kohl-Regierung hätte erwarten dürfen.

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