Der Satz seines Lebens : „Ich habe ein absolut reines Gewissen“

Christoph Daum wurde am 9. Oktober 2000 eine Haarprobe entnommen. Der Verdacht: Drogenkonsum. Vor der Presse beteuerte er seine Unschuld - was er ziemlich schnell bereute.

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Christoph Daum bei der Pressekonferenz im Oktober 2000.
Christoph Daum bei der Pressekonferenz im Oktober 2000.Foto: dpa

Weißes Hemd, dunkelblauer Anzug, die Haare zurückgegelt. Christoph Daum macht einen entschlossenen Eindruck, als er am 9. Oktober 2000 im Presseraum der Bayarena auf das Podium tritt, um etwas Wichtiges zu verkünden. Am Morgen war dem Trainer von Bayer Leverkusen unter notarieller Aufsicht eine Haarprobe entnommen worden. Der Verdacht: Drogenkonsum.

Ein Satz, der von der Affäre bleiben wird

Dass Daum unschuldig ist, davon gehen viele aus: seine Vorgesetzten, seine Mitarbeiter – und wahrscheinlich glaubt Daum, dass er damit durchkommt. Die Erklärung, die er im Untergeschoss des Stadions abgibt, passt auf ein Din-A4-Blatt. Das Thema ist heikel, der Wortlaut mit dem Bayer-Konzern abgestimmt. Fragen sind nicht gestattet. Daum nimmt den Kopf leicht nach hinten und spricht den Satz, der von dieser Affäre bleiben wird: „Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe.“ Elf Tage später kommt das Ergebnis der Haaranalyse. Sie ist positiv.

Was dann passierte?

Der vollständige Text findet sich in "Causa" vom 26. April 2015 - einer neuen Publikation des Tagesspiegels, die jeden Sonntag erscheint. Die aktuelle Ausgabe können Sie auch im E-Paper lesen.