Fragen an Hannes Schwaderer : "Digitale Kompetenz ist so wichtig wie Lesen"

Hannes Schwaderer gehört der Geschäftsleitung von Intel an und ist Präsident der "Initiative D21". Er verrät, was ihn inspiriert und wem er mal einen Drink spendieren möchte.

Intel-Manager Hannes Schwaderer.
Intel-Manager Hannes Schwaderer.Foto: ddp

Wenn Kommunikations- und IT-Fachleute über ihre Branche fachsimpeln, fällt oft sein Name. Hannes Schwaderer ist einerseits bei Intel Deutschland eine wichtige Figur und dort Mitglied der Geschäftsleitung. Aber er hat auch noch eine andere Funktion und Leidenschaft: Als Präsident der „Initiative D21“ setzt er sich dafür ein, dass die Digitalisierung als gesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen wird.

Was hat Sie zuletzt inspiriert?
Istanbul.
Bei welchem Thema haben Sie Ihre Meinung geändert?
Dass man 17-jährige Töchter erziehen kann.
Ihre Lieblingsformulierung derzeit?
„You can be the subject of a strategic inflection point but you can also be the cause of one.” (Du kannst Gegenstand von Veränderung sein, aber auch die Ursache.) Sagt Andy Grove, ehemaliger Intel-CEO.
Was haben Sie kürzlich gekauft – und warum?
Ein handgewobenes Hammam-Badetuch – der Verkäufer in Istanbul hat es sich verdient.
Wovor haben Sie Angst?
Vor der einen Stechmücke im Schlafzimmer.
Wenn Sie 100 Stunden am Stück frei hätten – was würden Sie tun?
Auf einer Alm arbeiten.
Auf welche Droge können Sie nicht verzichten?
Im Schweiße meines Angesichts auf einem Berggipfel zu stehen (idealerweise mit einem kalten Weißbier in der Hand).
Wem würden Sie gerne mal einen Drink spendieren?
Johann Sebastian Bach – ersatzweise Bono.
Welche Frage treibt Sie gerade um?
Was muss noch getan werden, damit endlich auch deutsche Politiker mehrheitlich die „Digitale Kompetenz“ als vierte Kulturtechnik neben Lesen, Schreiben und Rechnen (an)erkennen – und entsprechend handeln?
Was können Sie besonders gut?
Visionen erdenken, Strategien entwickeln, Menschen dafür zu begeistern, sie umzusetzen.