G7 in Bayern : Wie die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen den Gipfel übersteht

Tausende Journalisten und Polizisten, noch mehr Demonstranten: Vor dem G7-Gipfel in Elmau gehen in Garmisch-Partenkirchen sogar die Halteverbots-Schilder aus. Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer über ihre Ausnahmewoche.

Christoph von Marschall
Hat den Dienstwagen abgeschafft: Sigrid Meierhofer.
Hat den Dienstwagen abgeschafft: Sigrid Meierhofer.Foto: Markt Garmisch-Partenkirchen

Frau Meierhofer, in dieser Woche richten sich die Augen der Welt auf den G-7-Gipfel und damit auf Garmisch-Partenkirchen. Eine großartige Gelegenheit, sich darzustellen. Welches Image wollen Sie transportieren?
Wir sind eine Tourismus-Region. Wir wollen zeigen, dass wir gute Gastgeber sind und zwar für alle: die hohen Gäste, die 3000 bis 4000 Journalisten, für die Polizisten und natürlich auch für die friedlichen Demonstranten.
Ist dies eine Ausnahmewoche in Ihrem Terminkalender?
Eindeutig. Im Moment unterschreibe ich täglich mehrere Bescheide und Stellungnahmen. Hinzu kommen die Jour-Fixe-Termine im Landratsamt zu den Sicherheitsvorkehrungen. Und dann müssen wir organisatorisch vieles vorbereiten, womit wir sonst nicht so viel zu tun haben. Für die Demonstrationen mussten unzählige Halteverbotsschilder im Ort aufgestellt werden. So viele haben wir gar nicht, die haben wir uns in halb Oberbayern zusammengeliehen.
Wie vermitteln Sie das den Bürgern?
Die Bürger bitte ich ausdrücklich um Verständnis. Das Demonstrationsrecht ist von existenzieller Bedeutung in unserer Demokratie. Deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, dass Kompromisse bei den Routen gefunden werden und die Entscheidung nicht dem Gericht überlassen wird.

Sigrid Meierhofer ist seit März 2014 Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen.

Das komplette Interview finden Sie in "Causa" vom 7. Juni 2015. "Causa" ist eine neue Publikation des Tagesspiegels, die jeden Sonntag erscheint. Die aktuelle Ausgabe können Sie auch als E-Paper lesen.