Griechenland-Krise : Das Bild der deutschen und griechischen Medien

Der deutsch-griechische Interessenskonflikt ist zum deutsch-griechischen Emotionenkonflikt geraten. Die zunehmende Schärfe lässt sich gut an der medialen Berichterstattung nachlesen.

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Der deutsch-griechische Interessenskonflikt ist zum deutsch-griechischen Emotionenkonflikt geraten.
Der deutsch-griechische Interessenskonflikt ist zum deutsch-griechischen Emotionenkonflikt geraten.Foto: dpa

Während - nach Untersuchungen des Schweizer Medienanalyseunternehmens „Mediatenor“ - Griechenland vor der Wahl im Januar in der deutschen Berichterstattung über die EU-Wirtschaftslage rund fünf Prozent aller Berichte einnahm, waren es in den vergangenen Wochen etwa vierzig Prozent. Dabei fällt die Berichterstattung in den deutschen Medien zu Griechenland zum überwiegenden Teil negativ aus. Im März beispielsweise waren rund 65 Prozent der Berichte eindeutig negativ und nur gut drei Prozent eindeutig positiv.

Die Kampagne der Bild-Zeitung

Die kritischste Stimme im Streit um Griechenland ist nach dieser Media-Analyse die Bild-Zeitung. Sie löste mit ihrem Titel auch die bisher größte Empörung in dieser Debatte auf der griechischen Seite aus. Inzwischen sind die Realitäten in Deutschland und Griechenland dem jeweils anderen Volk nur noch schwer vermittelbar.

Wie die griechischen und deutschen Medien in den letzten Wochen genau über ihr Verhältnis berichtet haben, können Sie sich in der aktuellen Causa-Ausgabe in einer Infografik anschauen.

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