Hans-Olaf Henkel über die AFD : Chaotenhaufen? Das ist Realität!

Hans-Olaf Henkel erklärt, warum er der Führung der AfD nicht mehr angehören will. Fehler in der Kommunikation haben den Ausschlag gegeben. Vorstandskollegen wirft er „unanständige Mittel“ im Umgang mit Medien vor.

von und Arno Makowsky
Hans-Olaf Henkel auf der Dachterrasse seiner Wohnung in Berlin.
Hans-Olaf Henkel auf der Dachterrasse seiner Wohnung in Berlin.Foto: Christoph von Marschall

In den Wochen vor Ihrem Rückzug erweckte die AfD den Eindruck eines Chaotenhaufens. Was ist da kommunikativ schief gelaufen?

Kommunikativ ist da nichts schief gelaufen, denn dieses Bild entspricht der Wirklichkeit.

Und dagegen konnte man nichts tun?

Man kann Defizite in der Sache nicht nur durch kommunikative Maßnahmen beheben.

Aber es gäbe vielleicht ein paar Rezepte, die in solchen Fällen helfen. Zum Beispiel, wenn man persönlich miteinander redet, anstatt nur über die Medien.

Da haben Sie recht, aber leider ist das in der Politik und insbesondere in der AfD weit verbreitet. Ich habe in letzter Zeit selbst über die Medien eingreifen müssen. Zum Beispiel, nachdem Parteikollegen über die Medien den Parteisprecher Lucke angegriffen haben und ihm niemand zur Hilfe gekommen ist. Da er sich selbst zurückgehalten hat, habe ich mich verpflichtet gefühlt, ihn über die Medien in Schutz zu nehmen.

Das vollständige Interview findet sich in "Causa" vom 26. April 2015 - einer neuen Publikation des Tagesspiegels, die jeden Sonntag erscheint. Die aktuelle Ausgabe können Sie auch im E-Paper lesen.

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