Machtkampf bei VW : Sätze, die Milliarden bewegen

"Ich bin auf Distanz zu Winterkorn." Das Beispiel Piëch zeigt: Wer spricht, riskiert etwas. Immer. Wer schweigt, riskiert nichts, kann allerdings auch nicht viel bewegen. Eine präzise Wortwaage gibt es nicht

von
Ferdinand Piech(r.) und Martin Winterkorn vor Beginn der Hauptversammlung der Volkswagen AG. Julian Stratenschulte/dpa
Ferdinand Piech(r.) und Martin Winterkorn vor Beginn der Hauptversammlung der Volkswagen AG.Julian Stratenschulte/dpa

Einer, der „den Patriarchen“ persönlich gut kennt, sagt: „Er hat diesen Satz sicher mit seinem Montblanc-Füllfederhalter vor sich auf einen Zettel geschrieben, bevor er den Reporter angerufen hat“. Volkswagen-Großaktionär Ferdinand Piëch dürfte anderthalb Jahre, seit einer persönlichen Kränkung im September 2013, darüber gebrütet haben, mit welchen Worten genau er seinen langjährigen Weggefährten Martin Winterkorn absägen will, spekuliert der alte Bekannte. Und doch gelang es ihm nicht, die Dynamik, die er mit dieser Formulierung ausgelöst hat, zu kontrollieren.

Nur sechs Worte, die Milliarden Euro bewegten: „Ich bin auf Distanz zu Winterkorn“.

Dabei versuchen Manager und Politiker, die Verantwortung für sehr viele Menschen und sehr viel Geld tragen, doch in der Regel, jede Aussagen zu vermeiden, die Kettenreaktionen auslösen kann....

Der vollständige Text samt Infografik findet sich in "Causa" vom 3. Mai 2015 - einer neuen Publikation des Tagesspiegels, die jeden Sonntag erscheint. Die aktuelle Ausgabe können Sie auch im E-Paper des Tagesspiegels lesen

Autor