MarketingInsider : Fernweh mit Zahnweh

Reiseanbieter vermarkten sich auf dem schmuddeligen Online-Grabbeltisch, findet unser Kolumnist.

Carsten Heintzsch
Klassische Reisewerbung in den 60ern. Und heute? Online-Grabbelware.
Klassische Reisewerbung in den 60ern. Und heute? Online-Grabbelware.Foto: dpa

Jetzt fangen die endlosen Urlaubszeiten wieder an. Dauernd sind alle weg. Ostern ging es los, Pfingsten geht es weiter. Angeführt von den Brückentag-Profis – drei Tage Urlaub nehmen, sechs Wochen verschwinden – bucht sich unser Land jetzt kollektiv an die Strände, Seen, Berge dieser Welt. Nur Reiseunternehmen spielen dabei keine Hauptrolle mehr. Sie haben sich in die Unsichtbarkeit verabschiedet, liegen auf dem Online-Grabbeltisch. Austauschbar, konturlos, dem gnadenlosen Preiskampf ausgeliefert. Von mir und anderen in die Grauzone geklickt.
Und dabei auch noch nervig: Wer nachts um drei schmerzverzerrt nach dem zahnärztlichen Notdienst googelt, will keine Reise nach New York angeboten bekommen.

Der vollständige Text findet sich in "Causa" vom 26. April 2015 - einer neuen Publikation des Tagesspiegels, die jeden Sonntag erscheint. Die aktuelle Ausgabe können Sie auch im E-Paper des Tagesspiegels lesen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar