Tabakwerbung : Ein Werbetraum geht zu Ende

Einst war es die exotische "Cigarette von Welt", heute assoziiert man mit der Zigarette Krankheit, Unfruchtbarkeit und faltige Haut. Ein Blick in die Geschichte der Zigarettenwerbung.

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Zigarettenwerbung in den 20er Jahren - exotisch, elegant, vornehm.
Zigarettenwerbung in den 20er Jahren - exotisch, elegant, vornehm.Foto: BPK

Vor dem Fenster zieht eine hügelige, chinesische Landschaft vorbei, Marlene Dietrich lehnt an der Tür des Zugabteils. Mit sehnsüchtigem Blick zieht sie an ihrer Zigarette, die Kamera zeigt eine rauchende, elegante Frau. 1932 war das. „Shanghai Express“ gewann später den Oscar für die Beste Kamera.

Erzählungen wie diese haben zum Erfolg der Zigarette beigetragen. Schon immer orientierte sich Tabakwerbung am Zeitgeist; reagierte schnell auf geänderte Wünsche und Bedürfnisse der Gesellschaft. Heute ist das schwer geworden. Der Blick zurück zeigt den Aufstieg und Fall der Zigarette – und ihrer Werbung. So orientalisch wie die Zugfahrt von Peking nach Shanghai muten die Zigaretten in den 20er und 30er Jahren an. Frau und Mann von Welt genießen die „Cigarette“. North State, „die Cigarette der großen Welt“, zeigt einen Safarihut tragenden jungen Mann, der auf einer erlegten Antilope posiert.

Von Anfang an geht es um Exotik. Die erste deutsche Zigarettenfabrik „Yenidze“ ist der Khair-Bak Grabmoschee in Kairo nachempfunden: Der Schornstein als Minarett getarnt, auf dem Dach eine Kuppel. Die Werbung nimmt diese Ästhetik auf: ...

Der komplette Text findet sich der Sonderausgabe von "Causa" zum Thema Rauchen vom 31. Mai 2015. "Causa" ist eine neue Publikation des Tagesspiegels, die jeden Sonntag erscheint. Die aktuelle Ausgabe können Sie auch im E-Paper lesen.

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