Trends der Woche : "Filterkaffee löst sich vom Oma-Image"

In ganz Berlin eröffnen derzeit Cafés, die den Filterkaffee zelebrieren. Was steckt hinter dem neuen Trend?

Dirk Puchta
Filterkaffee ist wieder im Trend. Foto: dpa
Filterkaffee ist wieder im Trend.Foto: dpa

Wer an Filterkaffee denkt, assoziiert das meist mit Oma, die für das Nachmittagskränzchen eine Kanne mit der klassischen Kaffeemaschine zubereitet. Nach dem Tratsch kommt der Rest dann in eine Thermoskanne. Das ist Vergangenheit. Mittlerweile ist Filterkaffee viel mehr als nur Jacobs Krönung.
In Berlin eröffnen immer mehr Filterkaffeehäuser. Der Trend kommt aus den USA; aber auch in Dänemark und Tschechien ist die Zubereitung durch einen Filter schon viel verbreiteter als bei uns. Filterkaffee bietet mehr verschiedene Röstungen und Geschmacksnuancen als Kaffee aus Siebträgermaschinen. Fruchtig , nussig, schokoladig, herb – es gibt alles. Die unterschiedlichen Geschmacksnoten lassen sich beim Filterkaffee außerdem besser herausschmecken. Es lösen sich sogar weniger Bitterstoffe, was den Kaffee bekömmlicher macht.

Die Zubereitung ist eine Kunst für sich. Je nach Sorte und Röstung dauert es unterschiedlich lang. Auf 250 Milliliter Wasser nehme ich zwischen 16 und 19 Gramm Kaffee, frisch gemahlen. Dann gieße ich das Wasser in drei bis vier Durchgängen über das Pulver. Das kann bis zu fünf Minuten pro Portion dauern. Aber: Es lohnt sich.

Dirk Puchta leitet zusammen mit Frank Glier das "Filterhouse" in der Graefestraße.

Dieser Text erscheint am 9. August 2015 in "Causa". "Causa" ist eine neue Publikation des Tagesspiegels, die Sie auch als E-Paper lesen können.

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