Trends von gestern : Mikrokredite

Die meisten Kreditnehmer von Mikrokrediten können ihren Status nicht verbessern. Ein großer Teil lebt mit Kredit sogar schlechter lebt als ohne. Mikrokredite sind ein Trend von Gestern.

Arno Makowsky
Mohammed Yunus, der Begründer der Mikrofinanz, spricht vor dem Parlament in Rom.
Mohammed Yunus, der Begründer der Mikrofinanz, spricht vor dem Parlament in Rom.Foto: Alessandro di Meo/dpa

Die Idee klingt gut. Arme Bauern und Händler in Entwicklungsländern wie Bangladesch bekommen einen kleinen Kredit, damit sie ein rentables Geschäft aufbauen können. Und weil Frauen besser mit Geld umgehen können als Männer, sind zumeist sie die Kreditnehmer. Mikrokredite gelten bis heute als ein wirksames Mittel der Entwicklungspolitik und der Armutsbekämpfung; das weltweite Finanzierungsvolumen wird derzeit auf 70 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Jahr 2005 wurde von den Vereinten Nationen als „Jahr der Mikrokredite“ ausgerufen, die beiden Begründer des Gedankens bekamen ein Jahr später sogar den Friedensnobelpreis. Es gibt nur ein Problem: In der Praxis führen Mikrokredite nicht zu weniger, sondern zu mehr Armut. Das haben viele Studien mittlerweile bewiesen...

Der komplette Text findet sich in "Causa" vom 24. Mai 2015 - einer neuen Publikation des Tagesspiegels, die jeden Sonntag erscheint. Die aktuelle Ausgabe können Sie auch im E-Paper lesen.