Werbung der Zukunft : Du brauchst eine Story!

Musste Werbung schon früher am Puls der Zeit liegen, muss sie heute den Nerv eines Monats, vielleicht sogar weniger Wochen treffen. Heile Welt ist dabei nicht unbedingt nötig. Neue Trends vom ADC-Werbekongress.

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Ausschnitt aus einer Fernsehwerbung für Hornbach. Die Geschichte der Goth-Tochter und ihres Vaters ist ein vorbildliches Beispiel für Storytelling.
Ausschnitt aus einer Fernsehwerbung für Hornbach. Die Geschichte der Goth-Tochter und ihres Vaters ist ein vorbildliches Beispiel...Foto: Hornbach

Eine brillante Kampagne zu entwerfen, konnte früher ein bis zwei Jahre dauern. Geht es nach Rob Newlan vom „Facebook Creative Shop“, ist das künftig unmöglich – oder zumindest sprichwörtlich aus der Zeit gefallen. Es wäre falsch zu sagen, dass Werbung deshalb immer schneller wird. Aber: Musste Werbung schon früher am Puls der Zeit liegen, muss sie heute den Nerv eines Monats, vielleicht sogar weniger Wochen treffen. Für lange Entwicklungsperioden bleibt nur noch in Ausnahmefällen Zeit. Die sind aber auch gar nicht mehr notwendig. Laut Newlan wird es in Zukunft vor allem darum gehen, Werbebotschaften so geschickt für verschiedene Plattformen zu adaptieren, dass der Kunde freiwillig Lust und Zeit darauf verwendet, sie zu konsumieren. „Skip Ad“ war gestern. Oberstes Newlan-Credo: „Erst verstehen, wie Plattformen genutzt werden. Dann werben“. Eine Kampagne ist dann beispielsweise auch gut auf Instagram aufgehoben. Wenig Aufwand, großer Effekt.

Der Kunde hat das Produkt gekauft, Firma und Werber sind glücklich. Ziel erreicht. Oder? Nein. Es reicht nicht mehr, Menschen zum schlichten Konsum zu bewegen. Immer mehr Firmen verstehen, dass der Kunde auch nach der Bestellung noch kreativ überrascht werden möchte.

Der komplette Text findet sich in "Causa" vom 24. Mai 2015 - einer neuen Publikation des Tagesspiegels, die jeden Sonntag erscheint. Die aktuelle Ausgabe können Sie auch im E-Paper lesen.

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