Worte mit Wirkung : "Wer wird denn gleich in die Luft gehen?"

Hunderttausende Deutsche warteten wöchentlich auf seine neuesten Pannen: Bruno, das HB-Männchen, ist eine der erfolgreichsten Werbefiguren der Geschichte.

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Bruno, das HB-Männchen.
Bruno, das HB-Männchen.Screenshot: TSP/Serienjunkies

Roland Töpfer brauchte einen Job. Kurz vor dem 17. Juni 1953 war er aus der DDR geflohen. Er hatte an der Dresdner Kunstakademie studiert, doch das, was der Zeichner beim Babelsberger DDR-Filmproduzenten DEFA tat, war Düngemittel mit Händen und Füßen zu entwerfen oder Filme über das Öffnen von Schleusentoren drehen. Dann ging er nach West-Berlin, „um endlich figürlich arbeiten zu können“.
Arbeit fand er 1957 bei Kruse-Film, die zuvor einen Auftrag der Agentur Werbe-Gramm bekommen hatten. Das Motto der Kampagne: „Der Mensch im Kampf mit der tückischen Materie.“ Theo Breidenbach, der Chef von Werbe-Gramm, wollte eine Figur haben, die die Probleme des Alltags erlebt, jeder sollte sich mit ihr identifizieren können. Und Roland Töpfer sollte diese Figur zeichnen. Er erinnert sich an seinen Auftrag: „Er darf keinen bestimmten Beruf haben. Er darf sozial nicht zu hoch und nicht zu niedrig angesetzt werden, sollte etwa in der Mitte angesiedelt sein. Er ist immer allein. Er hat keine Verwandtschaft. Das einzige Lebewesen, das es einmal gegeben hat, war eine Fliege.“
Ein paar dicke Bleistiftstriche, markante Nase, irgendwie italienisch, dachte sich Töpfer und nannte die Figur Bruno: Töpfer entwarf die bekannteste Werbefigur der deutschen Geschichte.

Den kompletten Text finden Sie in der Sonderausgabe von "Causa" zum Thema Rauchen vom 31. Mai 2015. "Causa" ist eine neue Publikation des Tagesspiegels, die jeden Sonntag erscheint. Die aktuelle Ausgabe können Sie auch im E-Paper lesen.

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