CDU-Bundesvorstand : Damit nichts bröckelt

Die Vielfalt der Lebensstile, die Unterschiedlichkeit dessen, was unter Familie verstanden wird, die bunte Republik Deutschland – das muss sich in einer Volkspartei spiegeln. Und das alles muss in ihrem Bundesvorstand zu finden sein, damit sich möglichst viele, unterschiedliche Wähler angezogen fühlen. Wobei es natürlich nicht um den Menschen als Funktion geht, um seine Stimme, sondern um die Funktion eines Vorstands: als eines Instruments der Integration. Die Gesellschaft verändert sich, eine Partei muss es ihr gleichtun, oder sie ist überholt. Darum muss sich die CDU auf ihrem Parteitag bemühen, Politiker mit Migrationshintergrund in die Führung zu bringen, je mehr, desto besser. Unter 29 Bewerbungen für 26 Plätze sind bisher vier mit Migrationshintergrund: Serap Güler, Younes Ouaqasse, Aygul Özkan und aus Berlin Emine Demirbüken-Wegner. Integration geht nur mit Signalen – seht, wir sind offen für diese Form von Veränderung, wir wollen sie, wollen euch. Das ist dann interessant für den Kampf um die Wähler. Christdemokratie heute muss mehr sein als eine politische Kathedrale des Abendlands. Zu viele Kathedralen bröckeln schon. cas

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