Meinung : CDU: Kochs nationale Identität

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In der Union tut sich eine Lücke auf, eine Führungslücke, und schon ist er wieder da: der eiserne Roland. Diesmal mit dem Großthema, das Koch, dem Streiter gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, auf den Leib geschneidert zu sein scheint: "Nationale Identität". Zur Hessen-Union, dem selbst ernannten Kampfverband, passt das sowieso. Wird Koch also jetzt der konservative Leuchtturm der CDU? In jedem Fall bezieht er politisch eindeutig Stellung und sammelt wohl auch in der Union Führung suchende Truppen. Er engt aber zugleich sein Spektrum ein. Was sich kurzfristig für die Parteichefin Angela Merkel positiv auswirken kann. Immerhin ist die CDU nie nur konservativ gewesen, sondern sie lebt immer auch von ihrer liberalen und sozialen Komponente. Koch, der Konservative - dieses Label hat er sich selbst verpasst. Aber eine dazu passende Politik kann er nicht durchhalten. Wird er auch nicht. Denn es bleibt so: Wer in der Bundespartei was werden will, muss außerdem liberal und sozial sein. Und so: Wer an die Spitze will, muss in die Mitte rücken.

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