CDU und CSU : Es bröckelt

Schwesternzwist hat Tradition zwischen CDU und CSU. Mit der neuen Generation, die der ebenfalls neue CSU-Chef Horst Seehofer an die Schalthebel der Macht gebracht hat, bekommt er eine weitere Dimension.

Stephan-Andreas Casdorff

Schwesternzwist hat Tradition zwischen CDU und CSU. Mit der neuen Generation, die der ebenfalls neue CSU-Chef Horst Seehofer an die Schalthebel der Macht gebracht hat, bekommt er eine weitere Dimension. Denn die Jüngeren werden nicht so schnell nachlassen, haben sie doch neben der Zukunft ihrer Partei auch ihre eigene in der Politik im Sinn. Insofern ist die Kritik von Generalsekretär Alexander Dobrindt an der CDU und die Kritik des Europaspitzenkandidaten Markus Ferber an deren Chefin Angela Merkel ernst. So allmählich wird deutlich: In den Unionsparteien werden es immer mehr, denen es reicht mit der Dominanz der Beliebigkeit. Nun sind 33 Prozent Zustimmung insgesamt auch wirklich ein beschämendes Ergebnis. Rechnet man die CSU heraus, wird es noch schlimmer. Dann hat die CDU etwa 25 Prozent bundesweit, was unwesentlich über dem SPD-Wert liegt. Also sollte sich die CDU-Führung, von Merkel abwärts, mit herablassenden Kommentaren zurückhalten. Mittelstand, Konservative, Stammwähler – alles bröckelt bei der CDU. Eine klare Linie ist in der Partei nicht zu erkennen, bei Merkel nur die des Machterhalts. Wenn sie das allerdings wirklich will, dann muss sich was ändern. Dann muss sie sich ändern. Es geht um mehr Verbindlichkeit, aber nicht die im Ton. cas

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