CSU : Immer noch ärger

Die Partei, die das schöne Bayern erfand? Von wegen! Die CSU ist gerade dabei, sich selbst abzuschaffen. Na ja, zugegeben, nicht ganz. Aber die stolzen 49 Prozent, die sie jüngst in einer Umfrage erreichte, waren vor dem ganzen Kladderadatsch. Der immer noch ärger wird, weil das Thema „Spezln- Wirtschaft“ übergreift auf die CSU im Bundestag. Und soll niemand von den CSU-Granden glauben, die Steueraffäre Hoeneß werde sich nicht mit der selbst ernannten Staatspartei verbinden; der Chef des FC Bayern wirkt zu sehr mit der CSU verbandelt, in Edmund Stoiber sitzt doch auch ein ehemaliger Ministerpräsident im Aufsichtsrat. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, können sie jedenfalls bestimmt nichts davon anhängen; zumal der ein Fan von 1860 München ist und schon deshalb nicht bei den anderen mitspielen durfte. Nein, das kann noch bitter werden. Ein Aspekt wird außerdem bisher zu wenig beachtet: dass die CSU nicht nur bei der Landtagswahl gefordert ist, sondern auch bei der Bundestagswahl gut abschneiden muss – sonst wird es schwierig, in Berlin mit der CDU die stärkste Fraktion zu stellen und womöglich wieder die Kanzlerin. Eine CSU, die ihre Spitzenstellung verliert, muss sich dann wohl neu erfinden.cas

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