CSU und Millionenhilfe : Quelle neuen Ärgers

Kaum wird es in Wirtschaftsfragen konkret, ist es mit der CSU schwierig. Es gibt, was diesen Koalitionspartner angeht, offenkundig vor allem einen Grundsatz: Erlaubt ist, was gefällt.

Stephan-Andreas Casdorff

Immer wieder dasselbe. Kaum wird es in Wirtschaftsfragen konkret, ist es mit der CSU schwierig. Jedenfalls was den Bund betrifft. Nun bekommt das Versandhaus Quelle in Fürth Millionen. Und das sollen jetzt alle beklatschen? So hätte es Ministerpräsident Seehofer gern. Bei Opel hatte er den Ordnungspolitiker gegeben, aber das war für ihn billig, denn sein Land traf es nicht. Jetzt aber, wo es ums Frankenland geht (das sich auf Seiten der CSU nach dem Abgang von Günther Beckstein nach wie vor schlecht behandelt fühlt), da ist die Sache anders. Natürlich auch für Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg – aus Franken. Ach ja, Politik und Grundsätze … Es gibt, was diesen Koalitionspartner angeht, offenkundig vor allem einen Grundsatz: Erlaubt ist, was gefällt. Die Frage stellt sich immer noch, ob Quelle seine Chance nicht schon hatte. Wahrscheinlich kamen daher auch die Fragen von Bundesfinanzminister Steinbrück, die die CSU ärgerten: Weil der SPD-Vize sich seinerseits immer noch wegen des CSU-Verhaltens bei Opel ärgert. Sei’s drum, auf die Dauer wird das „rechts blinken, links abbiegen“ nicht funktionieren. Solche Richtungswechsel fallen schon noch auf. Und die Rechnung präsentiert der Wähler.

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