Meinung : Da kann sich keiner verstecken

BAYERNS SPD WIRBT MIT SCHRÖDER

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In Bremen haben sie ihn versteckt, in Bayern werden die Sozialdemokraten Gerhard Schröder herausstellen. Wie mutig. Der Kanzler als Stimmenfänger im Landtagswahlkampf? Das galt bisher vielen als zu riskant. Nachdem nun aber der Sonderparteitag in Berlin glücklich hinter ihm liegt, haben sich die örtlichen Recken ein Herz gefasst und wollen mit Schröder bis Ende September „offensiv werben“. Das zeigt einerseits die Schwäche der BayernSPD. Denn die Ankündigung kann so verstanden werden, als werde hier in der Not einer zum gar nicht mehr so heimlichen Spitzenkandidaten ausgerufen. Also Schröder contra Stoiber, nur halt jetzt auf Landesebene. In Bayern ist der Ausgang allerdings doppelt gewiss. Die SPD wird verlieren, ob mit oder ohne Schröder. Seit mehr als 45 Jahren sitzt sie in der Opposition und liegt im Land zwischen 26 und knapp 29 Prozent. Was übrigens ungefähr den Werten entspricht, auf die sie auch bundesweit gefallen ist. Die absehbare Niederlage lässt sich andererseits genau darum in einen kleinen Sieg verwandeln: wenn die Mannschaft um Franz Maget und Wolfgang Hoderlein einige Prozentpunkte hinzugewinnen könnte. 30 plus x – gelingt das mit Schröder, ist der im Bund den Makel los, selber nur noch für Verluste gut zu sein. Gelingt es nicht, steht Bayerns SPD nicht alleine da. Das Risiko trägt der Kanzler. Aber die SPD kann ihren Parteichef sowieso nicht auf Dauer verstecken. cas

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