Daimler in der Krise : Erst forschen, dann fahren

Hätte Daimler nicht den kleinen Smart, dann müsste man ihn erfinden. Der Satz stammt von Dieter Zetsche. Der Daimler-Chef hat nur noch wenig Spaß beim Autobauen und -verkaufen.

Henrik Mortsiefer

 Allein der Smart macht Zetsche dank steigender Absatzzahlen Freude (neben Vans und Bussen). Hier kann er demonstrieren, wie zeitgemäß und zukunftsweisend deutsche Autos sein können. Wäre da nicht der Stern. Mercedes, das Markenzeichen, mit dem das Geld verdient werden müsste, treibt Zetsche Falten auf die Stirn. Die Oberklasse verkauft sich schlecht, weil die Leute aufs Geld achten und mit der Abwrackprämie anderswo einkaufen. Natürlich kann der Smart das nicht auffangen – auch nicht mit vier Sitzen. Zeitgemäß und zukunftsweisend wird Daimler erst wieder, wenn der Konzern bei Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeugen marktreif ist. Und wenn der Beschwörungsformel, effiziente Verbrennungsmotoren hätten eine Zukunft, Beweise folgen. Hier ist BMW weiter. Daimler will bis 2010 mehr als zehn Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgeben. Das ist ein Wort. Gibt Zetsche das Geld richtig aus, könnte der Stern wieder glänzen. mot

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