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Darüber spricht ganz … : … Schweden

André Anwar über einen Verbrecher, der Mediziner werden will. "Warum genau soll ein Mörder, der seine Strafe abgesessen hat, nicht Arzt werden dürfen?“

Ein bekannter Ex-Neonazi und verurteilter Mörder studiert seit September in Stockholm Medizin. Der aus der Stockholmer Oberschicht stammende 31-Jährige hatte 1999 zusammen mit einem Kumpanen den linken Gewerkschaftsmann Benny Söderberg vor dessen Wohnung mit sechs Schüssen in den Kopf hingerichtet. Es war ein Rachemord: Söderberg hatte bewirkt, dass ein rechtsextremer Arbeitskollege die Gewerkschaftsvertretung seines Betriebes verlassen musste.

Anfang 2000 zu elf Jahren Haft verurteilt, wurde der Mann im Februar auf Bewährung entlassen und bewarb sich mit seinen guten Schulnoten für den Medizinstudiengang in Stockholm. Mit insgesamt 130 Kommilitonen büffelt der Mörder nun am renommierten Karolinska Institut (KI) für die Erstsemesterprüfungen. Seine Verurteilung wurde erst später durch Zufall bekannt. Doch die Universität blieb tolerant. „Wir haben kein Recht, jemanden zu exmatrikulieren, weil er im Gefängnis gesessen hat“, sagt die Rektorin. Sie könne aber verstehen, wenn die Öffentlichkeit das als problematisch ansehe. „Es ist ein ethisches Dilemma: Wann soll jemand eine zweite Chance im Leben bekommen?“, fragt Harriet Wallberg-Henriksson in der Zeitung „Dagens Nyheter“.

Ist Schweden zu tolerant geworden, fragen nun die Kritiker. Der christdemokratische Sozialminister, Göran Hägglund, drückte seine Missbilligung aus. Ein solcher Mensch dürfe nicht Arzt werden. Der liberale Hochschulminister Lars Leijonborg meint dagegen, dass der junge Mann eine Chance verdiene. „Im Rechtsstaat ist es grundlegend, dass das Verbrechen nach der verbüßten Strafe als gesühnt betrachtet wird“, so der Minister. Der Student selbst bat die schwedischen Zeitungen, seinen Fall zu verschweigen. „Ich muss doch irgendwann weiterkommen mit meinem Leben“, sagte er „Dagens Nyheter“. Besorgte Eltern sind empört. Niemand würde seine Kinder zu einem Allgemeinarzt schicken, der gemordet habe. Selbst die KI-Rektorin würde ihre Kinder nicht zu einem Mörder schicken, gibt sie in einem Interview zu. Andere wiederum sehen in der Geschichte des Mörders ein Beispiel für die erfolgreiche Wiedereingliederung von Straffälligen.

Und selbst bürgerliche Zeitungen schreiben: „Warum genau soll ein Mörder, der seine Strafe abgesessen hat, nicht Arzt werden dürfen?“ Ein Mörder könne klug, logisch, mutig und ehrgeizig sein, so eine Kommentatorin der Boulevardzeitung „Expressen“.

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