Dealende Kinder : Heime in Berlin: Wer weist wo ein?

Wegsperren hilft nicht – auch jenem elfjährigen Jungen nicht, der auf Berlins Straßen dealt. Und ein Zurück in die 70er, als geschlossene Heime wahre Horrorknäste waren, kann es auch nicht geben.

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Aber jene Berliner Einrichtungen, in die Kinder gebracht werden, wenn sie wieder beim Drogenhandel von den Polizisten aufgegriffen werden, sind erst recht keine Antwort. Kaum eingeliefert, schon wieder abgehauen – weil es für Mitarbeiter keine Mittel gibt, dies zu verhindern. Mit Erstaunen erfährt die Öffentlichkeit auch, dass es selbst in der Verwaltung keinen Überblick gibt, wie viele Einrichtungen es gibt und wer welche Kinder wo einweist. Was die von kriminellen Banden gedungenen Kinder brauchen, ein geregeltes Leben und einen stetigen Schulbesuch, können die Einrichtungen nicht leisten. Berlin hat auch für Jugendliche keine geschlossenen Heime, aber gute Erfahrungen gemacht mit Einrichtungen fernab von Berlin, wo das nächste Dorf zu weit weg ist, um abzuhauen. Einrichtung mit „verbindlicher Betreuung“, wird das Konzept nett umschrieben. So etwas könnte dem Elfjährigen helfen. Der ist wieder verschwunden – bis zur nächsten Festnahme.

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