Meinung : Dem Geld nachforschen

HOCHSCHULVERTRÄGE

-

Der Kampf ist vorüber – erst einmal. Alle Berliner Hochschulen sind bereit, die Sparpläne des Senats hinzunehmen. Das macht die Kürzungen nicht sinnvoller. Schon jetzt, da die Maßnahmen noch nicht umgesetzt sind, hat der Ruf der Wissenschaftsstadt unter dem monatelangen Gezänk gelitten. In Deutschland bedauert die scientific community jeden Kollegen, der mit den ständigen Unsicherheiten in der Hauptstadtpolitik klarkommen muss. Selbst in Übersee staunt man: Das angesehene amerikanische Wissenschaftsmagazin „Science“ berichtete, dass die HumboldtUniversität keine neuen Studenten mehr aufnehmen will. Wie ernst die Lage ist, zeigte sich auch im Mikrokosmos der Berliner Politik: Ein engagierter Staatssekretär hängte seinen Job an den Nagel, weil er Angst hatte, seinen Enkeln später nicht ins Gesicht sehen zu können. Nun müssen die Hochschulen die Sparopfer benennen. Dass der Senat sie nicht selbst aussucht, ist dem kompromissbereiten Wissenschaftssenator zu verdanken. Was kann der Senat noch für die Hochschulen tun? Vor allen Dingen darf es nie mehr zu so großen Verunsicherungen kommen wie in den letzten Monaten. Das hemmt die Handlungsfähigkeit der Hochschulen, die vor gewaltigen Aufgaben stehen. akü

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben