Meinung : Dennis Tito: Heraus zum ersten Mai!

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Was heißt hier Tag der Arbeit - einer? Viele! Diesmal besonders für einen: Dennis Tito. Geld, das zeigt sich an seinem Fall, kann nicht schaden. Und wer etwas erreichen will, muss nach den Sternen greifen. "Zukunft braucht alle Köpfe!" - am Ende wird Raumfahrer Tito noch zum Motto. Das Training für die Reise ins All war sein Investment. Als ihm beim Aufmerksamkeitstest das Atmen und Wachbleiben schwer fiel, sagte er flugs die Telefon-Nummern seiner ehemaligen Freundinnen auf. Und verglich anschließend den Test mit einer Schönheitsoperation in Beverly Hills, die auch nicht schlimmer sei. "Brüder, zur Sonne, zur Freiheit!" - als es dann eng wurde, nicht im Raum, sondern bei der Frage, ob sein Weltraumabenteuer wirklich wahr werden würde, ließ Kosmonaut Tito keinen Zweifel: Er würde dafür schon auf einiges verzichten. Auf den Ferrari, den Tennisplatz, den eigenen Joggingkurs, das Haus in Los Angeles mit so vielen Zimmern, dass er gar nicht weiß, wie viele es sind. Die Menschen sollten sehen, sagte Tito, dass ein ganz normaler Mensch wie er ins All fliegen könne. The Right Stuff, ein Held der Nation, der sich für nichts zu schade ist. Nützlich machen wolle er sich, sagte Tito, auch das Klo der Station putzen. Und Befehle des russischen Sojus-Kommandanten ausführen. "Hoch die internationale Solidarität!" - für diese Tage. Aber jetzt: Rasend schnell hat Dennis Tito die Erde wieder. Der internationale Tag der Arbeit ist dann auch vorbei.

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