Meinung : Der Boss

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Ja, Leute, es muss schon ein Wunder her, damit Deutschland genesen kann. Ein Wunder, wie es fast nur im Kino vorkommt. „Das Wunder von Berlin“ heißt der Film, der gegenwärtig unter großer Geheimhaltung gedreht wird: die Geschichte eines Ministerialreferenten, der die Aktentasche seines Idols Hans Eichel tragen darf. Finanzpolitik bedeutet ihm alles, zumal Eichel für ihn wie ein Vater ist; sein echter Vater lebt getrennt von ihm in der Opposition. Eines Tages kehrt er zurück, will seinem Sohn die Freude am Geld vergällen – doch da überschlagen sich die Ereignisse in Berlin. Völlig unerwartet streicht die Bundesregierung unter Gerhard Schröder („Der Plenarsaal ist rund, und die Koalition hat 306 Abgeordnete“) Subvention um Subvention. Geläuterter Vater und glücklicher Sohn fahren zur entscheidenden Sitzung, und die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu. Eichel stürmt auf die Reste der Pendlerpauschale zu, eine Sensation! „Clement nach innen geflankt, abgewehrt, Eichel müsste streichen“, brüllt ein Reporter, „Eichel streicht!!!“ Dann das Ende: „Aus! Aus! Aus! Deutschland ist Streichmeister!“ Der junge Referent ist, wie ganz Deutschland, vor Begeisterung nicht mehr zu halten. Das Wunder ist geschehen, das Land blüht auf. Bald im Kino!

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