Meinung : Der geheimste Krieg, den es je gab

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Zum Thema Online Spezial: Terror und die Folgen
Themenschwerpunkte: Gegenschlag - Afghanistan - Bin Laden - Islam - Fahndung
Fotostrecke: Bilder des US-Gegenschlags Keiner weiß, was in Afghanistan geschieht. Unabhängige Reporter sind dort nicht erlaubt, in den Nachbarstaaten Pakistan und Usbekistan wird die Pressefreiheit stark beschnitten. Auch die US-Regierung hält ihre Informationen geheim. Das Video vom angeblich ersten Bondentruppeneinsatz war schlicht lächerlich. Die amerikanischen Medien sind sich einig: So beschränkt wie diesmal waren sie in keinem anderen Krieg. Niemand kann sagen, ob nicht Operationen schon fehlgeschlagen oder weit mehr zivile Opfer zu beklagen sind, als zugegeben wurden. Zudem wollen arabische "Verbündete" verhindern, dass Bilder von US-Truppen um die Welt gehen, die von ihrem Terroritorium aus agieren. Kritischer Journalismus ist so unmöglich. Wie nervös das Weiße Haus ist, hat sich gezeigt, als die US-Sender ersucht wurden, Videos von Osama bin Laden nicht länger ungeprüft auszustrahlen. Dann trafen sich in der vergangenen Woche Regierungsvertreter mit Hollywood-Regisseuren und baten sie, etwas mehr Patriotismus in ihren Werken zu verpacken. Es stimmt: Im Kriegsfall können Informationen Menschenleben gefährden. Das Zurückhalten von allen wichtigen Informationen jedoch gefährdet die Demokratie.

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