Meinung : Der Haushalt des Schreckens

-

Ein kleiner Blick in die Zukunft des deutschen Films gefällig? „Hans Eichel und der Haushalt des Schreckens“ heißt der Streifen, der im nächsten Herbst in unsere Kinos kommt. Der bebrillte Finanzzauberer Hans, der von der strebsamen rothaarigen Ulla und dem angeberischen Wolfgang „Super“ Clement unterstützt wird, muss sich gegen den teuflischen Lord Verdimort behaupten. Der schwarze Gewerkschaftshexer züchtet tief unter Schloss Reichstag höllische Monster, den gefräßigen Tarifausgleich Ost, den mörderischen zehntausendköpfigen Warnstreik und die schreckliche „Drei vor dem Komma“, die Hans die Kasse leersaugt. Die eiskalten, graugewandeten Steuerschätzer nehmen unseren Zauberschülern alle Illusionen, und der Lehrer für „Abwehr der oppositionellen Kräfte“, Gilderoy Schröder, erweist sich als eitler Pfau, der den Mund zu voll nimmt. Höhepunkt des Films ist das atemberaubende QuidditchTurnier unter der Reichstagskuppel, bei dem Hans gegen Draco Merz von der Union um die Goldene Investitionsquote kämpft. Wird er sich auf dem Rednerpult halten können? Wie kontert er den Protest der entrechteten grünen Hauselfen? Und wer hat den Haushalt des Schreckens verabschiedet? Blanker Horror! Leider erst ab 18 zugelassen, liebe Kinder.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben