Der Müll in der Stadt : We don’t kehr for you

Plätze und Parks sollten Schmuckstücke sein, auf die Einheimische stolz blicken, von denen Besucher beeindruckt sprechen. In Berlin aber sind sie Zonen der Verwahrlosung und des ungehemmten Müllabwurfs – ungeachtet aller Saubermann- Appelle der Politiker. Sähe es bei Hempels hinterm Sofa so aus wie hier im öffentlichem Raum, wäre das Jugendamt längst wegen Kindervernachlässigung eingeschritten. Auch die CDU hat vergessen, dass sie vor der Wahl für mehr Sauberkeit sorgen wollte. Gratis ist das nicht zu haben, nicht in den Bezirken, nicht bei der Stadtreinigung. Die absurde Notlösung einiger Bezirke, aus Geldnot die Papierkörbe mit der Begründung abzubauen, dass Menschen dann ihren Müll nach Hause tragen, entlarvt sich an jedem Sommertag als Fantasie. Und auch die Touristen nehmen ihren Dreck nicht als Souvenir mit. So geht es nicht. Nur wenn das Land das seine tut, darf es von Bürgern fordern, ihre Stadt picobello in Schuss zu halten. Zehn Millionen Touristen kamen 2011 – will Berlin weiter attraktiv sein, muss es sich mehr Sauberkeit auch was kosten lassen. Sonst kann man die Landesregierung gleich mit in die Tonne treten. gn

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