Meinung : Der Nerv der Zeit

SPD VERLIERT WEITER

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Es wird immer schlimmer, das Tief für die Bundesregierung. Die Werte für die SPD fallen immer weiter, so tief wie nie. Derart schlecht ist die Stimmung, dass danach nur noch 22 Prozent für die Partei Gerhard Schröders sind. Und richtig sozial finden sie auch nur noch wenige. Aber die SPD hat keine Wahl. Es wird kein Mannheim geben, keinen Parteitag, wo sie ihren Vorsitzenden (und Kanzler) wegputschen. Erst einmal, weil es keinen Kandidaten gibt, der so reden könnte wie damals Oskar Lafontaine und dem die Genossen folgen. Wer zweimal putscht, dem traut man nicht. Zum Zweiten, weil es keinen alternativen Politikentwurf gibt, für den man sich begeistern könnte. Andersherum ist es: Erst das Land, dann die Partei. Schröder hat keine Wahl. Er muss durchhalten, und wenn es auch Prozentpunkt um Prozentpunkt kostet, denn sonst sind die Kosten für Deutschland zu hoch. Hier und jetzt muss reformiert werden, es hilft nichts, wenn nicht alles, was bewahrenswert ist, verloren gehen soll. Das wäre unsozial. Schröder und die SPD, beide müssen Nerven haben; wie früher in den Niederlanden Wim Kok, dem es ähnlich ging, und der dann mit seiner Partei für die Arbeit grandios siegte. Alle Wahlen bis zur Bundestagswahl 2006 sind Durchgangsstationen; und schon verloren hat, wer sich da aufhalten lässt. Das wäre wirklich das Schlimmste. cas

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