Meinung : Der neue Agro-Imperialismus

„Nachwachsende Rendite“

vom 10. November

Ich frage mich, ob die Autorin sich mit dem Thema „Land Grabbing“ beschäftigt hat. Dann wäre eine derart unkritische Empfehlung, das Geld jetzt in „wertvollen Ackerboden“ anzulegen, wohl nicht zustande gekommen. Spekulationen mit Boden und Anbauflächen für Nahrungsmittel stehen in direktem Widerspruch zum Recht auf Nahrung. Sie hätte sich mit Harald Schumann unterhalten können, dessen Vorstellung zur Finanzspekulation mit Nahrungsmitteln („Die Hungermacher“) im Kulturteil beworben wird. Es ist leicht, auf die Banken zu schimpfen, aber (nachhaltiges) Handeln beginnt bei jedem und dazu gehört m. E. auch, sich über die Auswirkungen von Geldanlagen und der Sucht nach hohen Renditen klar zu werden.

Matthias Hög, Berlin-Bohnsdorf

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