Der Papst im Stadion : Für die Ewigkeit

Das Stadion wird schon voll werden, wenn der Papst nach Berlin kommt. Aber der Berlin-Besuch von Benedikt XVI. bietet die Chance auf noch viel mehr.

von

Das Olympiastadion also wird der Austragungsort der Papstmesse am 22. September in Berlin – und das ist gut so. Wenn die Reisemarschälle sich das Stadion vorher angeschaut hätten, dann wäre es schon früher klar gewesen. Klar war außerdem beim ersten Blick, dass der Platz vor dem Schloss Charlottenburg weder ausreichen noch der richtige sein würde.

Wer nicht (mehr) lange stehen kann, hätte nicht dorthin kommen können. Viele hätten ihn da auch gar nicht gesehen, den ersten deutschen Papst seit 500 Jahren auf seinem ersten Staatsbesuch daheim. Nun, das Stadion wird schon voll werden. Bei Johannes Paul II. waren 1996 einige Ränge leer geblieben, aber jetzt werden viele Deutsche, evangelisch und katholisch, und viele Polen einen Blick auf Joseph Ratzinger werfen wollen.

Wenn das nicht reicht: Am 22. September finden Vorläufe zum Marathon statt, da können noch ein paar abbiegen …

Im Ernst, wo die katholische Kirche sich schon einmal eines Besseren besonnen hat, warum nicht gleich noch mal? Es ist doch keiner unfehlbar. Drum: Ein starkes ökumenisches Zeichen vom deutschen Papst, ein gemeinsamer Gottesdienst mit Protestanten, hätte Ewigkeitswert.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben