Meinung : Der Weg zum Glück

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Nach Selbsterkenntnis strebt der Mensch; da will die moderne Gesellschaft nicht zurückstehen. Sie bedient sich zu diesem Zweck verschiedener Institutionen und Mittel, des Statistischen Bundesamts oder der Meinungsumfrage. Seit gestern wissen wir deshalb, dass Bonn unbemerkt zur Hauptstadt der unfreiwilligen Singles geworden ist. Sie sind Opfer eines erfolgreichen Strukturwandels. Der BerlinUmzug und der Zuzug neuer Branchen in die Stadt hat die gescheiterte Fernbeziehung zur vorherrschenden Lebensform gemacht. Die vereinsamten Hinterlassenen und die einsamen Neu-Bonner können aber von der Jugend lernen. Denn jeder dritte junge Erwachsene, das wissen wir seit gestern, hat schon mal jemandem den Partner/die Partnerin ausgespannt. Da die Zugänge in Bonn überwiegend männlich, die Zurückgelasssenen überwiegend weiblich sind, müsste sich nach diesem Vorbild viel neues Glück schmieden lassen. Wohin das führt, teilt uns soeben das Statistische Bundesamt mit: ins Grüne. Denn bei Paaren mit zwei Kindern hat statistisch jedes Haushaltsmitglied ein Fahrrad. tib

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