Meinung : Der Wohlhabende

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Der übliche Applaus, den George W. Bush bei seiner Rede zur Lage der Nation erhielt, konnte dieses Mal nicht darüber hinwegtäuschen, dass er sich an eine gespaltene Nation gerichtet hat. Noch steht eine Mehrheit hinter seiner umstrittenen IrakPolitik, obwohl inzwischen mehr als 500 amerikanische Soldaten ums Leben gekommen sind. Aber im nationalen Empfinden ist eine Veränderung zu erkennen. Bush hat sich nicht als der „Präsident des Mitgefühls“ entpuppt, der er sein wollte, sondern als „Präsident der Wohlhabenden“. Nach drei Jahren mit Steuersenkungen, die vor allem den Reichen zugute gekommen sind, dringt es in viele amerikanische Haushalte durch, dass sich diese Regierung nicht für ihre Interessen einsetzt.

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