• Dernbach antwortet zu Obamas "Killing List": "Die Mittel des Krieges zerstören sein Ziel"

Dernbach antwortet zu Obamas "Killing List" : "Die Mittel des Krieges zerstören sein Ziel"

Tagesspiegel-Politikredakteurin Andrea Dernbach antwortet unserer Online-Community. Die Veröffentlichung der "Tötungsliste" ist amerikanischer Wahlkampf und für den Friedensnobelpreis muss sich Obama nicht schämen.

von
Politikredakteurin Andrea Dernbach. Foto: Jana Demnitz
Politikredakteurin Andrea Dernbach.Foto: Jana Demnitz

Eine aktuelle US-Umfrage kommt zu dem Schluss, der amerikanische "Drohnenkrieg" hat zu einem massiven Ansehensverlust der USA geführt. Auch unsere Tagesspiegel Politikredakteurin Andrea Dernbach verurteilt in ihrem aktuellen Kommentar „Drohnenangriffe des Friedensnobelpreisträgers“ das amerikanische Vorgehen. Über die Gruppe von Menschen, die zum Abschuss freigegeben werden, sind nicht nachprüfbare "Erkenntnisse" der Geheimdienste bekannt, und auch wenn die US-Regierung von „targeted killing“ spricht, ist es gezieltes Töten.

Unser Leser „Hanno2008“ hält dagegen. Er schreibt: „Die Amerikaner trauen sich eben, die schmutzige und notwendige Arbeit für den Westen zu leisten. Diejenigen Deutschen, die da rumquatschen, wie schrecklich das doch alles sei, können dann nachts gut schlafen.“

Im November will Obama als amerikanischer Präsident wieder gewählt werden. Der US-Wahlkampf ist im vollen Gange. Just in dem Moment wurden die brisanten Informationen über die wöchentlichen Todesurteile von einem Journalisten in dem Buch „Kill or capture“ veröffentlicht, mit Wissen des Weißen Hauses.

Sehen Sie hier unser Video Dernbach antwortet zu Obamas "Killing List":

Und so schreibt unser Leser „DerJoker“: “Trauer über diese Art von unerklärter heimtückischer ´Kriegsführung` überfällt einen. Vielleicht führen diese Meldungen ja wieder zu Obamas Wiederwahl, da sie die Hardliner ansprechen.“

Kurz nach seiner Wahl wurde Obama 2009 mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Jetzt wird unter seiner Führung wöchentlich eine "kill list" erstellt. Für unseren Leser „2010ff“ passt die Verleihung dieser renommierten Auszeichnung und die Kriegspolitik des einstigen Hoffnungsträgers im Weißen Haus nicht zusammen: „Ein Präsident, der jede Woche eine Tötungs-to-do-Liste erstellt, hat den Friedensnobelpreis nicht verdient. Vielmehr karikiert er die Intention des Friedensnobelpreises.“

Wir haben unsere Politikredakteurin Andrea Dernbach mit den Fragen und Aussagen der Tagesspiegel-Community konfrontiert. In unserem Video sehen Sie ihre Antworten an unsere User.

Autor

24 Kommentare

Neuester Kommentar