Meinung : Deutlich weniger

Zur Rentenerhöhung für ältere Mütter

In allen Diskussionen vermisse ich, dass Mütter mit Kindern, die vor 1992 geboren sind, nach der vielgelobten Erhöhung ihrer Renten schlechter dastehen werden als zuvor: In der Regel sind es nämlich Frauen, die nach der Geburt ihrer Kinder nicht erneut angefangen haben, in einem Beruf zu arbeiten, so dass sie auch bei ihren Ehemännern, die in der Regel weitergearbeitet haben, bei deren gesetzlicher Krankenkasse „mitversichert“ sind. Ab einer Rente von 400 Euro müssen aber jene Frauen bekanntlich sich selbst krankenversichern. Alle Mütter, deren Renten sich zurzeit noch zwischen 300 und 400 Euro pro Monat bewegen, werden nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes wegen der Krankenkassen-Eigenbelastung deutlich weniger Geld zur Verfügung haben. Meine höflichen Anfragen an diverse „Politiker“,

ob man vielleicht diesen Fakt übersehen habe (oder die tatsächliche Kürzung der Einkommen jenes Personenkreises heimlich verschweige), blieben durchweg unbeantwortet.

Eckart Roeske, Berlin

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