Meinung : Die Arbeitslosenzahl steigt

alf

Ein goldener Oktober 2001? Ja, für die Winzer, die dem spätsommerlichen Wetter einen guten Jahrgang verdanken. Den Arbeitslosen hat der schöne Herbst dagegen nichts gebracht. Die Bundesanstalt für Arbeit spricht sogar von der schwächsten Herbstbelebung seit vier Jahren. Jetzt schlägt die schwache Konjunktur voll durch, und die angekündigten Massenentlassungen bei Siemens und der Deutschen Bank, bei Chemie- und Reisekonzernen werden auch die nächste Statistik verhageln. Wenn jetzt noch der Winter streng wird, dann haben wir im Januar mehr als vier Millionen Menschen ohne Arbeit. "Note sechs, hinsetzen und nachsitzen!", möchte man dem Bundeskanzler und seinem Arbeitsminister zurufen. Das selbst gesteckte Klassenziel - 3,5 Millionen Arbeitslose 2002 - wird um ein paar Hunderttausend verfehlt. Lässt sich noch irgendwie gegensteuern, vielleicht mit einer Ausweitung von ABM? Nein, im kommenden Jahr können die Arbeitsämter genauso viel für Arbeitsmarktpolitik ausgeben wie 2001; das ist angemessen. Dem Bundeskanzler bleibt nur die Hoffnung auf die Konjunkturwende zur Mitte des Jahres.

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