Meinung : Die Bronx ist das Funkhaus

„Lass uns Brooklyn spielen“ vom 12. Juli

Brooklyn spielen ist richtig getitelt, denn Anna Pataczek hat zwei Drittel von „Kunst am Spreeknie“ beschrieben, aber die Bronx vergessen. Erst dann wäre es das ganze New York an der Spree geworden. In Oberschöneweide ist Brooklyn deutsch organisiert und etwas europäisch strukturiert. Die Bronx ist das Funkhaus: Hier wird nicht Bronx gespielt, es ist die Bronx. Man kann sicher die Bronx vergessen, wenn man über New York schreibt. Aber eigentlich will New York ja nicht ohne die Bronx sein... Es fehlt also etwas. Wir haben aus unserem (Sprachen-)Gewirr heraus ein eigenes „Open Studios“ auf die Beine gestellt,

sodass auch die Oberschöneweider uns dabei haben wollten... Den globalen Touch unserer Selbstorganisation

haben wir uns natürlich erhalten.

Sicher gibt es viele Gründe für ein

Vergessen: Oberschöneweide ist klar strukturiert, man weiß, an wen man sich halten kann. Und der Journalismus heute ist individualistisch gefärbt – man versucht die Welt über die Geschichten von Einzelnen zu beschreiben. Im

Funkhaus geht das eigentlich gar nicht.

Unser Designer Marco hat uns

intuitiv dargestellt: Wir sind wie ein (Back-)Stein, aus vielen Komponenten gut gefügt – und ich fühle mich da

irgendwo in der Mitte sehr wohl. Unsere Bronx kann man sich – vielleicht im Gegensatz zu New York – auch abends

anschauen: kunst-am-spreeknie.de

Gerhard Schuhmacher,

Berlin-Oberschöneweide

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