Meinung : Die gehört Berlin!

LOVE PARADE

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Das Szenario ist bekannt. Ein paar Monate vor dem Termin erklären die Macher der Love Parade, dass die größte TechnoParty der Welt auf der Kippe steht. Vor zehn Jahren drohten sie mit dem Weggang nach Frankfurt oder sonst wohin, weil der Senat ihnen den Status als politische Demonstration nicht mehr genehmigen wollte. Diesmal holten sie gleich die große Keule raus: Sie wollen die Party ganz absagen. Um am Tag darauf zu erklären, dass es vielleicht doch noch Hoffnung gibt, weil die letzten Gespräche noch gar nicht gelaufen waren. Ist das nun ein böser Trick oder schlicht Erpressung? Einerlei – ein netter Zug ist es auf keinen Fall. Statt getreu ihrem einstigen Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ zu handeln, machen sich die Ober-Paradierer ständig neue Feinde. Und sie haben immer noch nicht mitbekommen, dass sich der Wind inzwischen vollständig gedreht hat. Der Senat tut alles, um das Spektakel zu retten. Nur bezahlen kann das Land den Rave nicht mehr. Wie sollte der Senat das begründen: auf der einen Seite die Kitagebühren zu erhöhen, den Landesbediensteten das Weihnachtsgeld zu streichen, auf der anderen Seite aber der Love Parade fette Subventionen gönnen? Die Lösung kann nur sein: Ein neues Management der Love Parade muss her, bestückt mit kompetenten Leuten, die das Vertrauen der Öffentlichkeit genießen. Damit die Love Parade auch in Zukunft da bleibt, wo sie hingehört: in Berlin. oew

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