Meinung : Die Hand am Vermögenssteuer

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Die nächste Woche wird vermutlich ein wenig seltsam verlaufen, weil der öffentliche Dienst offenbar die schärfste Waffe der Arbeiterklasse einsetzt: den Streik. Die Beschäftigten hätten „diesmal leider keine andere Möglichkeit, sich zur Wehr zu setzen“, sagte ein Münchener VerdiOberer. Diesmal? Keine andere Möglichkeit? Das ist zu kurz gedacht. Denn angesichts des notorisch lügenhaften Verhaltens von Hans Saddam Eichel, der bekanntlich an geheimer Stelle unzählige Finanzkulturen bunkert, kann der Verdi-Gewerkschaftstag jederzeit Inspekteure mit modernster Technik entsenden. Ihnen entgeht nichts, sie finden minimale Spuren von Geld selbst dann, wenn es Stunden vorher beiseite geschafft wurde, sie tauchen unangemeldet in den Goldbunkern der Regierung auf und überwachen den Haushalt mit fliegenden Frühwarnstationen, denen nicht der kleinste Kontoauszug entgeht. Sie berichten direkt an ihren Vorsitzenden, der das Vermögenssteuer keine Sekunde aus der Hand legt. Wann wird er losschlagen? Eine Drohung steht bereits im Raum: Falls Eichel die Entlassungsbombe zündet, schickt die Gewerkschaft General Streik an die Front. Und zieht alle Millionäre in Umverteilungslager ein. Ist ein Krieg noch abzuwenden?

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