Meinung : Die heilige Familie

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Bischof Mixa findet, dass Familienministerin Ursula von der Leyen den Willen der Eltern und das Wohl der Kinder missachtet. Weil sie einseitig auf mehr staatliche Betreuungsplätze setze, würden Familien benachteiligt, die ihre Kinder lieber selbst betreuen. Dass Mixa diese Kritik schon einmal in drastischeren Worten – er sprach von Gebärmaschinen – äußerte, heißt nicht, dass sie falsch ist. Zwar hat von der Leyen Recht, wenn sie feststellt, dass Betreuungsangebote fehlen, vor allem im Westen. Ob man aber die staatliche Kinderbetreuungsplatz-Maschine anwerfen muss, ist eine andere Frage: Mixas Vorschlag, das Geld direkt auszuzahlen, ist charmant. Denn erstens würde sich ein echter Kinderbetreuungsmarkt bilden, bei dem die Wahl zwischen Zuhausebetreuung, Tagesmutter, Kindergarten oder Kinderfrau eine echte würde. Zweitens würde vermutlich deutlich, dass der Bedarf an Kinderbetreuung oft nur eine abgeleitete Funktion ist, die sich aus dem Saldo zwischen staatlicher Familienunterstützung und möglichem Arbeitseinkommen ergibt. uwe

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