Meinung : Die nächste K-Frage

ROLAND KOCH IN HESSEN VORN

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Am 2. Februar wird in Hessen und in Niedersachsen gewählt. In beiden Ländern scheint der Wahlsieger schon festzustehen – die CDU. Roland Koch ist auf dem besten Wege, die Union in Hessen nahe an die absolute Mehrheit der Mandate zu führen. Mit der FDP zusammen wird es für ihn auf jeden Fall reichen. Die SPD des niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel liegt neun Prozent hinter der oppositionellen CDU. Hier wird das Abschneiden der FDP darüber entscheiden, ob der bislang glücklose Christdemokrat Christian Wulff Regierungschef wird, oder ob Gabriel es bleibt. In beiden Ländern geht es aber um mehr. Unterliegt Gabriel in Niedersachsen, kann er vielleicht noch, wie vor ihm auch schon andere gescheiterte SPDMinisterpräsidenten, Minister in Berlin werden. Als Nachfolgekandidat für Bundeskanzler Gerhard Schröder ist er aber dann aus dem Rennen. Ganz anders Roland Koch. Siegt er triumphal in Hessen, kommt die Union an seiner Kanzlerkandidatur für 2006 kaum vorbei. Angela Merkel und Friedrich Merz verfügen nicht über die machtpolitische Konstellation, aus der heraus sie eine Volkswahl auf Landesebene gewinnen könnten. Am 2. Februar fällt also auch eine Vorentscheidung darüber, mit welchem Personalaufgebot CDU und SPD im September 2006 antreten werden. apz

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