Meinung : Die Rechnung mit dem Unberechenbaren

CLEMENT, DIE SPD UND DER KÜNDIGUNGSSCHUTZ

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Für die SPD gilt zurzeit: Wenn alles seinen Gang geht, dann geht es schief. Wenn die Gewerkschaftsfunktionäre in der Fraktion definieren, was zumutbar ist, wenn man darauf wartet, bis Generalsekretär Scholz seine Textbausteine löscht, dann wird das nichts mit dem großen Reformieren, das der Kanzler sich vorgenommen und seiner Partei vorgeschrieben hat. Insofern hilft es, wenn da ein Unberechenbarer ist, einer, der sich kaum fürchtet und andere das Fürchten lehrt: Wolfgang Clement. Seit Wochen springt er beinahe täglich mit Vorschlägen aus dem Gebüsch. Doch jetzt wurde es den röteren Genossen zuviel. Denn er hat die Hand an den Kündigungsschutz gelegt, ganz vorsichtig noch, aber immerhin. Sofort waren alle dagegen – außer Friedrich Merz, der aber in einer anderen Partei ist. Nur, was bleibt dem Bürger im Gedächtnis? Die eine Stimme von Clement oder die vielen Stimmen, die gegen ihn sind? Offenbar ist das, was er will, in der SPD noch wenig vorbereitet – eine Partei mit sehr verschiedenen Geschwindigkeiten. bul

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