Meinung : Die Rentenbaustelle

“Droht auch Normalverdienern die Altersarmut?“ vom 3. September

Vertreter aller ernst zu nehmenden Parteien haben damals einer Senkung des Rentenniveaus wegen der schon immer bekannten demografischen Probleme zugestimmt. Die Forderung und Förderung einer zusätzlichen Vorsorge durch Direktversicherungen oder betriebliche Leistungen waren gut gemeint, aber letztlich dumm gelaufen. Bei Zufluss von Steuermitteln aus dem Etat der Ministerin für Arbeit und Soziales in Höhe von 82 Milliarden für die Rentenversicherung, 15 Milliarden für Krankenkasse und mehr als 5 Milliarden für die Arbeitslosenversicherung ist eigentlich die Wende zur steuerfinanzierten Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung längst im Gange, die Politiker haben es nur noch nicht gemerkt. Die Rente ist eben nicht mehr sicher.

Dr. Wolf-Jürgen Schwerdtner,

Berlin-Zehlendorf

Was ist das für ein Wahlkampfgequassel. Wenn heute die Rente nicht ausreicht, können Betroffene Mietzuschüsse beantragen. Wenn im Altenheim neben dem Pflegesatz nicht genug Eigengeld vorhanden ist, springt das Sozialamt ein, welches sich natürlich von den Angehörigen einen Teil wiederholt. Sind keine Verwandten da,trägt es die Allgemeinheit. So wird es auch später kommen: Je kleiner die Rente, umso größer der Anteil des Sozialamtes!

Renate Quente, Berlin-Lichtenrade

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