Meinung : Die rettende Hölle

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Viele der Flüchtlingslager Westafrikas sind für Kinder die Hölle. Eine der wenigen gültigen Regeln in den Camps lautet: Wer Brot, Wasser oder Medikamente von Mitarbeitern der internationalen Hilfsorganisationen will, der muss seinen Körper für Sex hergeben. Grausamer können Mädchen und Jungen kaum in diese Welt hineinwachsen. Abstoßender kann das Treiben der Täter kaum sein. Die Kleinen erheben auch schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Haben sich deren Mitarbeiter auch an Kindern vergangen? Der Abschlussbericht der Uno liegt noch nicht vor, klar aber ist: Die traurige Affäre kann nicht mehr nur als ein Problem „lokaler Mitarbeiter“ abgetan werden. So lange keine Europäer oder Nordamerikaner in diese erbärmlichen Sexgeschäfte verwickelt waren, gefielen sie sich als Saubermänner. Die Täter waren immer die anderen – die Afrikaner. Fest steht jedoch jetzt, dass die Verantwortlichen vor Ort vieler westlicher Organisationen um die kriminellen Machenschaften wussten. Die Täter müssen harte Strafen erhalten. Die gleiche Härte sollten jedoch auch die wissenden Chefs aus dem Westen spüren. jdh

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